26. April 2019 // Einstweilige Vertretung, Interim Management, Unternehmenskommunikation

#nobullshitbingo

Mit sehr großem Vergnügen veröffentlichen wir heute das #nobullshitbingo zu den Schlagworten aus Kommunikation und Interim Management.

Bullshitbingo in Nobullshitbingo zu drehen, ist uns ein humorvolles Anliegen. Entstanden sind die Bonmots auf Zugfahrten zwischen Berlin und Hamburg, sozusagen zwischen Mandat und Wohnort. Angeregt durch unsere Arbeit, unseren Medienkonsum und sicherlich auch durch sehr viele sehr, sehr gute Buzzwordbingos präsentieren wir heute unsere Version 2018 / 2019.

Wer sich das A3-Poster herunterladen mag, findet es hier.

Diejenigen, die gern das gedruckte Poster bei uns kostenlos bestellen wollen, drücken bitte auf diesen Bestelllink und senden uns Ihre Anschrift.

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12. November 2018 // Interim Management, Unternehmenskommunikation

Das große Missverständnis

Warum agiles Arbeiten im Kommunikationsmanagement überschätzt wird

Smart. Agil. Innovativ. – Das Selbstverständnis der Unternehmenskommunikation ist es, Vordenker im Unternehmen zu sein. Da wird man sehr verführt, jeden neuen heißen Scheiß zu adaptieren. Noch dazu, wenn Studien bzw. ihre Interpretation unterstellen, dass gewisse Management-Tools für Kommunikatoren notwendig sind, „wenn sie in der obersten Führungsriege gehört werden wollen“  (pressesprecher.com: „Kommunikatoren fehlt es an Methodenkompetenzen“ zur Lautenbach-Sass-Studie).

Kein Wunder, dass sich viele von ihnen fragen, ob da nicht etwa schon wieder ein Zug ohne sie abfährt.

Natürlich ist Methodenkompetenz in der PR wichtig. Doch bei der Beantwortung der Frage, ob und wie agiles Arbeiten uns in der Unternehmenskommunikation hilft, offenbaren sich eine ganz Reihe von Missverständnissen. Das hat auch eine Diskussionsveranstaltung („Wege aus dem Silo“) beim Kommunikationskongress 2018 gezeigt.

Wir haben Kommunikationsverantwortliche auf dem Kommunikationskongress gefragt, was sie unter Agilität verstehen. Die Top 3: Flexibilität – Schnelligkeit – Dynamik

I Agiles Arbeiten in der Unternehmenskommunikation ist Unsinn.

Kommunikationsabteilungen arbeiten extrem prozessorientiert. Das gilt insbesondere für börsennotierte Unternehmen, die je nach Marktsegment besonderen regulatorischen Auflagen unterworfen sind. Agiles Arbeiten, zum Beispiel in den Investor Relations oder im Krisenfall wären da eher kontraproduktiv. Und selbst die Erarbeitung von Sprechzetteln, Statements oder Q&As und noch mehr ihre Abstimmung im Unternehmen folgen klaren Prozessen. Das muss auch so sein. Es geht also weniger um Agiles Arbeiten als viel mehr um den Einsatz agiler Methoden für bestimmte Zwecke. Das ist schon ein Riesenunterschied.

II Die Methode ist unwichtig. Es kommt auf das Mindset an.

Ohne die Bereitschaft zu lernen, einander zuzuhören und die eigenen Interessen zurück und sich in den Dienst der Lösung zu stellen, verkommt SCRUM schnell zum reinen Theater. Und auch ein morgendliches Stand-Up-Meeting allein sorgt nicht für einen intensiveren Austausch im Team, wenn die Mitarbeiter ihr Wissen und ihre Informationen am liebsten für sich behalten. Eine bessere Zusammenarbeit erfordert schlicht eine andere Einstellung: Wissen teilen, andere befähigen, sich selbst zurücknehmen.

III Agilität braucht eine neue Art der Führung.

Oft genug ist es so, dass den mehr oder minder agilen Projektteams zwar mehr Verantwortung zufällt, die Entscheidungen aber weiterhin der Chef trifft. Wenn dann etwas schief läuft, wird die Schuld bei den Projektverantwortlichen gesucht. Nicht im Management. Je agiler ein Unternehmen oder eine Abteilung arbeiten will, desto mehr müssen die Führungskräfte ihre Rolle in Frage stellen. Wollen sie Macht und Einfluss abgeben und eine neue, andere Funktion und vor allem Haltung annehmen? In den meisten Unternehmen oder Abteilungen erfolgt genau das nicht.

IV Agile Methoden lösen die Kernprobleme der Unternehmenskommunikation nicht.

Die Motivation zum Einsatz agiler Methoden gründet allzu oft auf der Hoffnung, auf diese Weise die personellen und finanziellen Ressourcen effizienter und effektiver zu nutzen. Wer agil sagt, meint also eigentlich: schneller, besser, mehr. Agile Methoden sparen keine Zeit. Im Gegenteil. Bis sie gelernt und wirksam sind, erfordert es viel Geduld und Einsatz. Agile Methoden ersetzen auch keine fehlenden Kompetenzen. Man bekommt keinen besseren Content, nur weil man möglichst viele Mitarbeiter in einen Newsroom steckt. Und wer besondere Projekte vor der Brust hat oder Krisen bewältigen muss, ist besser beraten, sein Team zeitweise mit Experten zu verstärken.

Sofern es um mehr Kreativität und um eine bessere Vernetzung geht, können manche neuen Tools sehr hilfreich sein. Wer jedoch agile Methoden um ihrer selbst willen einsetzt, wird sicher nicht mehr Gehör beim Chef finden.

Weiterführende Links:

Stoppt Agilität von André Claaßen

Vom Begleiter zum Wegbereiter von Daniela Leitinger

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25. September 2018 // Einstweilige Vertretung, Interim Management, Unternehmenskommunikation, Veranstaltung

Wege aus dem Silo

27.-28. September 2018, BCC Berlin

Unser Beitrag mit Claudia Wagner und Martin Gosen auf dem diesjährigen Kommunikationskongress wird ein Fishbowl zum Thema Mut zum agilen Arbeiten in der Unternehmenskommunikation sein.

Kaum hat es die junge strategische Kommunikationsfunktion in den „Strukturenhimmel“ ihrer Organisation geschafft, schon ist sie aufgefordert, ihn wieder zu verlassen. Nicht nur, dass sie ihre Institutionen auf dem Weg zu einer agilen, innovativen Unternehmenskultur begleiten muss. Sie soll sich auch selbst auf neue, durchlässigere Formen der Zusammenarbeit einlassen. Das fällt nicht immer leicht. Von der Einbettung externer Projekt- und Interim Manager über Newsroom-Konzepte bis hin zu Design Thinking – wir werden diskutieren, wie schnelle, pragmatische und kreative Lösungen in der Kommunikation und im Change Prozess gelingen.

Das Kongressthema ist Mut.

Mut ist die Leiter zu allen anderen Tugenden.

~Claire Boothe Luce~

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22. August 2014 // Interim Management, Presse

Interim Management: „Erst Vorbehalte ausräumen, dann loslegen“

Im Interview mit dem „manager magazin“ am 2. August 2014 erklärt Falk Janotta den Unterschied zwischen Berater und Interim Manager: „Es ist wichtig, die wesentlichen Unterschiede zu betonen, weil sie den besonderen Wert des Einsatzes eines Interimsmanagers für das Unternehmen verdeutlicht: der Interimsmanager setzt das operativ um, was er konzipiert, plant und entscheidet.“

Link zum vollständigen Interview:

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20. Juli 2013 // Interim Management, Unternehmenskommunikation

Als Chef auf Zeit Karriere machen

Die Welt berichtet am 19. Juli 2013 über Interim Manager für Firmen in Not. Nach einer Prognose der DDIM steige das Marktvolumen dieser Dienstleistung 2013 um 25 % auf dann € 1,2 Mrd. Zum Vergleich: Die Branche der Unternehmensberater setze jährlich etwa € 18 Mrd. um. Für die kommenden 10 Jahre rechneten Branchenkenner mit einer Verdreifachung des Umsatzes. Ein Grund sei der anhaltende Bedarf der Unternehmen im Hinblick auf Optimierung, Restrukturierung und Effizienzsteigerung. Außerdem hätten die Unternehmen zunehmend auch Bedarf an weiteren Kompetenzen, was der Entwicklung eine zusätzliche Dynamik verleihe.

Mit diesem jüngsten Artikel erschien nun in den letzten Monaten eine ganze Reihe von Artikeln, die einen ungebrochenen Trend zum Interim Management sehen. Als Vorteil gegenüber den gängigen Unternehmensberatern sehen die Autoren die Umsetzungsstärke und -kompetenz der Manager. Eine relativ junge Sparte, in der sich dieser Trend niederschlägt, ist die Unternehmenskommunikation. Interim Management wird von den Medien als interessantes Betätigungsfeld auch für jüngere Führungskräfte bezeichnet – mit überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten

http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article118188631/Als-Chef-auf-Zeit-Karriere-machen.html 

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